Akademische Prüfung
Währungsmomentum-Faktor
Währungsmomentum ordnet Währungen nach ihrer jüngsten Überrendite und geht bei den jüngsten Gewinnern long, während es bei den jüngsten Verlierern short geht, mit einer Querschnitts-Neugewichtung. Es ist das FX-Analogon zum Aktienmomentum.
Unsere Ergebnisse
In unseren G10-Spotdaten war dieser Faktor netto-negativ, kein robuster Effekt. Er landete im 40,5. Placebo-Perzentil — nicht unterscheidbar von zufälligen Währungskörben — mit einem negativen risikobereinigten RF. Es gibt hier also keinen zuverlässigen Querschnitts-Währungsmomentum-Vorteil, auf dem aufgebaut werden könnte. Im Gegensatz zum verwandten FX-Carry-Faktor überstand das Momentum den Test nicht. Die Konstruktion ist überlebensimmun (Währungen werden nicht wie Aktien delisted), daher ist das Scheitern kein Datenauswahl-Artefakt; es ließ sich einfach nicht auf unsere Stichprobe verallgemeinern.
- G10/EM Währungs-Spotdaten. Realistische modellierte Kosten.
- Placebo-/Robustheitstest: reales Ergebnis vs. zufällige Körbe oder gemischte Signale (real vs. 95. Perzentil des Zufalls)
Zum Artikel ↗
Forschung, keine Anlageberatung. „Validierte“ Faktor-Legs sind marktneutrale, diversifizierende Bausteine mit einem verlustreichen schlechtesten Jahr — keiner ist eine eigenständige handelbare Strategie. Metriken sind kostenbewusst und modelliert (keine Live-Ausführungen); der Testzeitraum 2005–2026 ist Out-of-Sample im Vergleich zum Quellpapier. Dollarbeträge sind keine Renditen und wurden absichtlich weggelassen.