Akademischer Audit
Piotroski F-Score
Der Piotroski F-Score, aus Piotroski (2000) in "Value Investing: The Use of Historical Financial Statement Information to Separate Winners from Losers", bewertet jedes Unternehmen von 0-9 anhand von neun binären Tests zur Finanzqualität (Profitabilität, Verschuldung/Liquidität, operative Effizienz) und kauft die hohen Scorer, auf Basis des Befunds, dass der Score innerhalb günstiger Value-Aktien künftige Gewinner von Verlierern trennt.
Was wir gefunden haben
Zwei Probleme, eines je Konstruktion. Als marktneutraler Long/Short-Spread auf dem breiten survivorship-freien Panel getestet, ist er nach Kosten netto negativ (RF -0.43). Und die kanonische LONG-ONLY-Version — die Art, wie der Score normalerweise eingesetzt wird — erweist sich als reines Aktien-Beta: Sie landet beim 0. Perzentil zufälliger Long-only-Korbportfolios (Placebo P0), was bedeutet, dass Zufallsauswahl besser abschnitt als der F-Score. Auf dem breiten Panel liefert der Score also keine Selektionsfähigkeit; seine Renditen gehören dem Markt, nicht dem Screen. Das ist ein durchgefallener Screen, kein diversifizierender Faktor-Leg.
- Daten: survivorship-freies 1077-Namen-Panel von US-Stammaktien, 2005-2026. Liquiditätsbewusste modellierte Kosten.
- Placebo- / Robustheitstest: reales Ergebnis gegen 200 zufällige Korbportfolios (real gegen das Zufallskorb-Perzentil). Der Long-only-F-Score-Korb lag beim 0. Perzentil.
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Research, keine Anlageberatung. “Validated” Faktor-Legs sind marktneutrale diversifizierende Bausteine mit einem verlustreichen schlechtesten Jahr — keiner ist eine eigenständige handelbare Strategie. Kennzahlen sind kostenbewusst und modelliert (keine Live-Ausführungen); das Testfenster 2005–2026 ist out-of-sample gegenüber dem Quellpaper. Dollarbeträge sind keine Renditen und werden bewusst ausgelassen.