Akademische Prüfung
Vorfeiertagseffekt
Der Vorfeiertagseffekt ist die Beobachtung, dass die Renditen von Aktienindizes an den Handelstagen unmittelbar vor Feiertagen tendenziell höher sind. Es handelt sich um eine Kalendersaisonalität, kein Signal, das aus Kursen oder Fundamentaldaten abgeleitet wird.
Unsere Ergebnisse
Der Vorfeiertags-Drift ist in unserem Test real und übersteht einen 1.5-fachen modellierten Kostenstress, sodass das saisonale Muster selbst kein Datenartefakt ist. Die wirtschaftliche Größe ist jedoch vernachlässigbar: Über etwa 22 Jahre gemessen akkumuliert er zu wenig, um relevant zu sein, und der risikobereinigte RF des schlechtesten Jahres beträgt -0.74, was bedeutet, dass es Verlustjahre gibt. Deshalb scheitert er — eine echte, aber winzige Kalenderbesonderheit, keine Strategie, die man eigenständig handeln kann.
- Getestet auf dem Index (z.B. SPY), täglich. Realistische modellierte Kosten.
- Placebo-/Robustheitstest: reales Ergebnis vs. zufällige Körbe oder gemischte Signale (real vs. das 95. Perzentil des Zufalls)
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Forschung, keine Anlageberatung. „Validierte“ Faktor-Beine sind marktneutrale, diversifizierende Bausteine mit einem verlustreichen schlechtesten Jahr — keine ist eine eigenständig handelbare Strategie. Metriken sind kostenbewusst und modelliert (keine Live-Ausführungen); das Testfenster 2005–2026 ist Out-of-Sample gegenüber dem Quellpapier. Dollarbeträge sind keine Renditen und werden absichtlich weggelassen.