Akademische Prüfung
Kurzfristige Umkehr bei Aktien
Kurzfristige Umkehr ist die Tendenz, dass Aktien, die im letzten Monat schlechter abschnitten, im nächsten Monat besser abschneiden, und umgekehrt. Die klassische Long/Short-Version kauft aktuelle Verlierer und verkauft aktuelle Gewinner, wobei sie jeden Monat neu ausbalanciert wird.
Was wir gefunden haben
Der Umkehreffekt ist auf Bruttoebene real, übersteht aber die Handelskosten nicht. Da das Long/Short-Buch monatlich neu ausbalanciert wird, ist der Umsatz hoch, und die modellierten Kosten dieses Umsatzes machen das Ergebnis über unsere Stichprobe hinweg netto negativ. Risikobereinigt ergab die Strategie einen RF von -0,7 mit einem schlechtesten Jahres-RF von -0,91. Dies ist ein gescheiterter Test: Die zugrunde liegende Anomalie existiert im Rohsignal, aber die zur Nutzung erforderlichen Implementierungskosten eliminieren sie.
- Daten: Überlebensbias-freies Panel von 1077 US-Stammaktien, 2005–2026. Realistische modellierte Kosten.
- Placebo- / Robustheitstest: reales Ergebnis vs. zufällige Körbe oder gemischte Signale (real vs. 95. Perzentil des Zufalls)
Lesen Sie das Papier ↗
Forschung, keine Anlageberatung. „Validierte“ Faktor-Beine sind marktneutrale, diversifizierende Bausteine mit einem verlustreichen schlechtesten Jahr — keine davon ist eine eigenständige handelbare Strategie. Metriken sind kostenbewusst und modelliert (keine Live-Ausführungen); das Testfenster 2005–2026 ist Out-of-Sample gegenüber dem Quellpapier. Dollarbeträge sind keine Renditen und werden absichtlich weggelassen.